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o.T. (Sci-Fi Lullaby, SH)

Übersetzung (SH)

not lost, but dreaming (Sci-Fi Lullaby, SH)

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SCI-FI LULLABY: LASS UNS DAS BESTE VON DEM GEHEIMNIS, VON DEM WIR NICHT WISSEN, DASS WIR ES HABEN, IN DIE ZUKUNFT TRAGEN.
15. Dezember 2018

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Oder aber, das ist klar, man muss das Lesen als das verstehen, was nicht zu entziffern ist: sondern das Berühren und Berührt-Werden, es mit den Massen des Körper zu tun zu haben. Schreiben, Lesen, eine Frage  des Tastens. Aber auch das muß klar sein – unter der Bedingung, dass sich das Tasten nicht konzentriert, nicht wie die Berührung bei Decartes – eine Unmittelbarkeit bansprucht, die alle Sinne und „den“ Sinn miteinander verschmelzen ließe. Auch die Berührung, vorallem die Berührung ist lokal, modal, fraktal.
(Jean Luc Nancy, corpus)

You are real (SH)

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Sicherlich heisst Körper, dass man schreibt, doch keinesfalls das, wo man schreibt, und der Köper ist auch nicht, was man schreibt – sondern immer das was die Schrift entschreibt.
Es gibt Entschreibung nur durch Schreiben, doch das Entschriebene bleibt jener anderer Rand, den die Entschreibung hartnäckig  und unaufhörlich als ihren anders-eigenen Rand kennzeichnet, wobei sie stets auf einen Rand hinzeichnet. Ein Körper ist der anders-eigene Rand jenes Schreibens: Ein Körper (oder mehr als ein Körper, oder eine Masse, oder mehr als einen Masse) ist also der Umriss, das Nachziehen und die Spur (hier, seht, lest, nehmt, hoc est enim corpus neum…)Von jedem Schreiben ist ein Körper ein Buchstabe, und doch ist er nie Buchstabe, oder: er ist zurückgezogener, dekonstruierter als alle Literaliät, eine Buchstäblichkeit, die nicht mehr zu lesen ist. Was von einer Schrift, ureigens von ihm, nicht mehr zu lesen ist, das also ist ein Körper. (Jean Luc Nancy, corpus)

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… Hélène Cixous‘ „blindem Schreiben“, einem Schreiben, dass jede zentrierte Perspektive aufgibt und so eine Textur entwickelt, deren utopisches Potential durchquere Verbindungen von Bedeutungen entsteht. Cixous’ begleitet mich mit ihrer bewegende Erforschung der „seltsamen Wissenschaft des Schreibens“. In Anlehnung an ihre 3 Stufen des Schreibens „School of the death“, „School of the dreams“, „School of the roots“ wende ich mich wieder und wieder dem Körper. Der Choreographie. Des Schreibens von Raum und Zeit. Des Körperschreibens. Text also als formiert und formierender Körper, der berührt wie er auch berührt werden kann. Die Schrift erhebt sich damit nicht über die Welt der Körper und macht sich nicht unberührbar von der Welt der Körper, es ist unserem Verständnis nach zutiefst eingelassen in die Bäuche, die Adern, die Zähne, die Haare, die Augenlider. …

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.. . With the body, through it, the human subject is connected to its animality as well as the experience of exceeding it. The body proves to be the theater of thought. The dust of dead stars swirls and accumulates within it, the memory of dead material, the history of its genetic disposition. The living body, it would seem, before it sets about thinking or reflecting consciously, demonstrates itself to be the archive of humanity, as fathomless as it is fragmentary. It stretches far beyond the human—which remains one monstrous dimension—into ancient unconscious material. In it, the forgotten as well as the never-remembered aggregates. Instead of just being the museum and the ruin of a history of consciousness, it also exhibits the unconscious and never-conscious of this history. It exposes what the memory of the species has evaded. But it’s a piecemeal and encrypted exposition. With the question of the body, the subject addresses the question of its obscure past. We can call it fathomless because it stretches into the abyss of memory, which is the abyss of thought, a depth that remains bottomless. (Marcus Steinweg)
14. Dezember 2018

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In diesem Herzklopfen. Herzzauberschuh. Der im Himmel hängt.

Mit Dir Blume werden.

Meine Rippen werden Flügel. Wie Vögel. Flügel. Wie Körbe. Flügel, wie Köpfe. Flügeltüren mein Herz. Da zieht es ein und aus und bringt in diesem kleinen Garten, die Maulwürfe zum Vorschein. Maulwürfe sind auch diese Worte. Sie kommen aus der Erde hervor. Nicht alles aus der Erde ist giftschlangiges Unwesen. All die häßlichen, vielbeinigen, vieläugigen, blinden Wesen. Sie orientieren sich in der Dunkelheit, sie sind kostbar. Sie wissen mit Gift umzugehen. Sie schmücken unsere Toten und lassen die Erde fruchtbar werden. Werden und Erden. Und umgekehrt. W ist Welle in der Form und im Wesen des Buchstabens, im Wesen der Form. Das gab es noch ein Wort, das scheint. Ahh! Worte scheinen sowieso. Worte, die dunkel sind haben erst einen Klang. Sie heißen Musik. Sing. Sink. Ist in mir ein Lied? Sind mir ein Beben? Erdbaby.
Oh immer großes Zauberpoem hier heraus gekrixelt. Ich. Man glaubt es nicht. Wir das Volk aus Armen, Organen und Beinen sind aus Fasern, Zähnen und

Finding my way to love (Sci-Fi Luulaby, SH)
13.Dezember 2018

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SciFi Lullaby Probe (SH)

Eine Inspiration dafür, Verdorbenes als Aufgabe und als Gelegenheit zu betrachten kann das I Ging das altchinesische Buch der Wandlungen sein, das aus vierundsechzig Bildern oder Hexagrammen besteht. Das achtzehnte davon, gu, bedeutet die Arbeit am Verdorbenen. Von da aus habe ich den Prozess „was wird versteckt – ignoriert – verdrängt?“ Entwickelt. Als Wärmewesen können wir, sofern wir das wirklich wollen, mit der Hitze des Engagement Elend überwinden, Drück in Gold verwandeln. Ja, wir sind Verwandelt, in einem Feld des Wandels, dass sich vom Physischen Feld in eine innere Welt des Psyche erstreckt, vom unsichtbaren Feld der Haltungen und Vorurteile zum Feld der Entscheidungen und des Handelns: Im Prinzip ist niemand außerhalb dieses Feldes.

Das ist ein zentraler Ansatz auf dem Feld der sozialen Plastik, wie ich es interpretiert und entwickelt habe. Auf einer inneren Ebene geht es darum, Fragen, Unsicherheiten ja sogar Zweifel zu generieren. Zweifel ist nichts Schlechtes, wenn man damit arbeitet. Was beide – Fragen und Schwierigkeiten – tun, ist, die Seele zum Sprechen zu aktivieren. So „Belüften sie die Seele und ermöglichen, dass Samen der Einsicht wachsen.
(Shelley Sacks & Hildegard Kurt, Die rote Blume.)

09. Dezember 2018

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It’s alright
. (SH)

7. Dezember 2018

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Wie wohl unsichtbar, formen Gedanken, Denksysteme und die Art wie wir sehen unser Leben, von den immateriellen Haltungen und Entscheidungen bis hin zu den unzähligen festeren Formen, die wir fortwährend hervor bringen: Gebäude, Transportsysteme, Ausbildungsformen, Muster des Energieverbrauchs, Wirtschaft und Staatsformen.

Wir können diese verdichteten Formen auf vielerlei Weisen auflösen und umgestalten – etwas in dem wir neue Formen planen und entwickeln, Massen widerstand ausüben oder Betonwände niederreißen. Aber vieles davon wird auch im immateriellen Feld getan. Wir überdenken, was ist, stellen us vor wie es anders sein könnte. Doch wenn wir wie Einstein sagte, die Probleme mit demselben Denken lösen wollen, das sie verursacht hat, reproduzieren wir das bestehende. Daher ist es nötig, in dieses immaterielle Feld wie in einem Arbeitsraum hinein zu gehen, um so der Struktur unseres Denkens zu begegnen, zu sehen was wir sehen, unsere Annahmen und Formen von Logik überdenken. Wie wenn Entscheidungsträger, bevor sie Dekrete erlassen, einen solchen Prozess durchliefen – ihre Annahmen über die Welt, ihre Wahrnehmungen und Gefühle in den Blick nehmen und über die Linsen. Nachdächten, durch die sie schauen? Wie anders fielen dann wohl ihre Entscheidungen aus, und wie anderes würden sie mit diesen Fragen arbeiten. (Shelley Sacks & Hildegard Kurt, Die rote Blume)
6. Dezember, 2018

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SCI-FI LULLABY: LASS UNS EIN GEHEIMNIS, VON DEM WIR NICHT WISSEN, DASS WIR ES HABEN, IN DIE ZUKUNFT TRAGEN.
2.Dezember, 2018

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Foto: Sabina Holzer, Strasshof an der Nordbahn


Foto: Sabina Holzer, Strasshof an der Nordbahn

Schreib ein Gedicht zu den Geheimnissen, von denen Du nicht weisst, dass Du sie für Deine Vorfahren hütest.
Tu es mit Deinem Körper an einen bestimmt Ort im Raum.
Tu es mit Deiner Stimme zu einer Person oder einem Gegenstand im Raum.
Tu es mit Stift und Papier und plaziere es im Raum.
30.November, 2018

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In die Landschaft tauchen:

  • Ausrichten mit Deinem Zentrum und Deiner Vorderseite um einen guten Kontakt zu ermöglichen.
  • Drehe Dich selbst in der Vorstellung, so daß alle Seiten von Dir in Berührung kommen.
  • Spüre, wie alle Deine Poren der Haut mit dem Raum, den Dingen, dem Sichtbaren und Unsichtbaren in Berührung kommen.
  • Lass diese Berührung in Deine Wirbelsäule sinken.
  • Spüre Deine Füße auf dem Boden. Spüre wie sie durch die Oberfläche auf der sie stehen oder ruhen und in die Tiefe des Bodens sinken, Kontakt aufnehmen.
  • Wenn das Telefon läutet, überlege, ob es wichtig ist. Wichtig bedeutet zum Beispiel, ob es die NAchricht sein könnte, dass jemand gestorben ist oder beinahe. Wenn eine solche Nachricht ins Haus steht, hebe ab. Freu Dich, wenn niemand gestorben ist. 28.November, 2018

Foto: Sabina Holzer. Gerlitzen, Nov. 2018

Ich bin durch den Wald gegegangen. Erst Straßen, dann Häuser. Naße Straßen. Kraße Straßen. Aber. Möglich in den Wald abzuzweigen. Den Zeigen zu folgen. Oder besser den Vöglen. Ihrem SIngen. Ihrem eigenartigen Knurren und Rufen. Gelbe Zirben zirpen mir vom Boden zu. Alles glänzt und ist feucht vom Regen. Dunst. Nebeldunst. Nebelkunst. Kunstdunst.
26.November, 2018


Foto: Sabina Holzer. Gerlitzen, Nov. 2018

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Traum von 31.10.: Ich bin in einem Haus. Ich gehören nicht ganz dazu, bin aber doch willkommen. A. ist auch dort. Sie sagt: „Ich bin voll auf spazierengehen drauf.“ Ich sage: „Sie ist voll drauf.“ Wir kichern die ganze Zeit rum. Ich habe einen Stift und soll schreiben. Nur kurz und flüchtig, aber doch wichtig. Vielleicht werde ich dann dazugehören. Mein Vater. Ich habe einen Stift aus schwarzen Glas. Das obere Ende ist abgeschrägt. Ich drehe den Stift und schaue ihn mir genau an. Oben an der Schräge hat der Stift ein Loch. Licht schient hindurch. Das ist meine Metapher für den Tod, spüre ich. Für meinen Vater. Wie soll ich das beschreiben? Wie soll ich das beschreiben? Ich nehme das, was da ist – meinen Stift. Dieses Loch, diese Öffnung. Ist es ein Loch oder ein Übergang? Die Ränder sind mit Licht durchdrungen.
25. November, 2018

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in dieser liebe zur sprache sie rettet hat mich wieder und wieder gerettet und diese liebe zur sprache die schon war bevor sie mich gerettet hat weil sie wundervoll ist diese sprache so ein zauberstab und licht und dunkelheit zugleich und so weiter in dieser liebe zur spache diesem halbschlaf diesen traum zwischen wirren wörtern diese körper diese schrift diese spur des denkens des bewegens auf dem weg sich zu formen dieses flüstern und kratzen diese erfahrung des schwungs im schreiben deswegen ist die schrift die spur einer intimen erfahrung die spur des tanzenden körpers (aus den Notizen kopiert) 24.November, 2018

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Schreiben ist Selbstenteignung und Selbstentleerung. Das Subjekt gibt seiner Leere Raum. Es gibt ein Subjekt nach dem Tod des Subjekts, es hat es immer gegeben. (Marcus Steinweg zu Margarete Duras) 18.November, 2018

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