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*20.10.2020

„Die „Sekundenskulpturen“ von Margot Pilz zeigen verschiedene Bildsujets, für die sich die Medien- und Konzeptkünstlerin mit Selbstauslöser in unterschiedlichen Posen porträtiert hat. Diese inszenierten Schwrz-Weiß-Fotografien aus den späten 1970er Jahren sind auch die Vorgänger der „One-Minute Sculptures“ des österreichen Künsterls Erwin Wurm, in dieser runde 20 Jahre später konzepieren wird.“ (Albertina Modern, The Beginning. Kunst in Österreich von 1940 – 1980)

Foto: esel

*15.09.2020

Kleine Notiz zum symbolisches Kapital <–> symbolische Gewalt: Als Zeichen gesellschaftlicher Anerkennung und sozialer Macht bzw. sozialer Gewalt verleiht das symbolische Kapital Prestige, Reputation, Ehrenzeichen, Privilegien und Positionen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Verfügung über die anderen Kapitalsorten, die Akteure und die verschiedenen Klassen vermittels einer distinkiven Sprache und anderer körperlichen Ausdrucksformen, wie Kleidung, Stil und Verhalten.
Es ist zwar möglich, symbolisches Kapital von jedem anderen Kapitaltypen herzuleiten, trotzdem kann es aber nur dort erfolgreich eingesetzt werden, wo es von den Kontrahenten vor dem Hintergrund eines gemeinsamen kulturellen Musters als Überlegen erkannt und anerkannt wird. Laut Bourdieu ist es

…“jene sanfte, für ihre Opfer unmerkliche, unsichtbare Gewalt, die im Wesentlichen über die rein symbolischen Wege der Kommunikation und des […] Anerkennens oder äußerstenfall des Gefühl ausgeübt wird.“

 

 

*20.09.2020

Photo: Elena Peytchinska

„Von Händen und Sonden“ by Elena Peytchinska, Thomas Ballhausen and Jeannot Schwarz @ Extra Raum

For the opening performance by Sabina Holzer:
Sometimes stars allow us to become handles with which we can try to approach the world.
Even words sometimes hold this helpful geometry for us. Like the word: spaceship.
Create 8 gestures to explore and expand this phenomenon.
What touches you can become a model for the future.

1. Gestures of holding on as an extended embrace.
2. Measuring in-between spaces.
3. Listening.
4. Only if I am silent I am invisible.
5. Reconfigurating the space.
6. Trace and touch what is there and not there.
7. Be surprised.
8. Sometimes be particles, sometimes be waves. Sometimes both.


For Elena Peytchinska und Thomas Ballhausen 



Photo: Elena Peytchinska
*15.09.2020

 


The wonderful and marvoulous Emma Peel! R.I.P.


*30.08.2020

 

 

…“Vielleicht lässt sich eine Verhaltenslehre aufstellen bezüglich der Weisheit der Tiere. Die Weisheit des Leoparden zum Beispiel geht noch über seine brennende Geduld hinaus. Die ruhige Souveränität einer soliden Raubkatze, ihre Fähigkeit störendes, assoziatives Denken zu verhindern, die kleinsten gaben der Welt ringsum zu genießen, machen aus ihre eine Meisterin häuslicher Weisheit, die bestimmt die Gelehrtersten inspiriren würde; der Leopard könnte ein Lebenskonzept entwickeln, das die Menschen, jene sozialen, ganz den Spielen der Macht und Einfluss hingegeben Primaten nicht haben erfinden können. Aus Gründen der Evolution hat die solitäre Raubkatze eine Verhaltensform entwickelt , die einer Souveränität ohne Untertanen gleich kommt. Man könnte auch sagen, wie kann jemand König sein, der über niemanden Macht hat? – es ist ein Paradox; er besitzt iemanden und wird folglich auch von niemanden besessen. Betrachetet man die Bewegungen des Leoparden auf dem Bergkamm oder die eienr Katze im Wohnzimmer, wird klar, dass sie ein Ethos des Majestätischen erreicht haben, das die großen Könige der Menschen selten erlangten. Ihr Unabhänigkeit ist das ethologische Prinzip der Könige ohne Königreich; sie sind unenthronbar, weil sie nichts zu verlieren haben; unmöglich unserer Macht zu unterwerfen, weil sie über niemanden Macht haben. Die solitäre Katze ist eine Herrscherin ohne Imperium, ihr Reich besteht aus ihr selbst. NIcht Weichlichkeit oder Hilfsbedürftigkeit liegt im Verhalten des Leoparden; denn er hat kaum Lebensbedürfnisse, die er nicht selbst stillen könnte; daher ist seine Zuneigung so etwas wie eine Gabe um ihrer selbst willen, keinesfalls Ausdruck einer Abhängigkeit.“ (Baptiste Morizot, Philisophie der Wildnis – oder – Die Kunst vom Weg abzukommen, S93.)