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*6.05.2020

(aus dem Tanz geschrieben)

some ink fingers touch tree surfaces

as golden sunlight shivers
and the spine becomes
a thread with long triangle tails
the flesh is the ground 
beneath 
some lifting and floating
low low breath
some honey bees songs
embraced by shadow-blue minds
collecting, connecting 
in soft and endless releases 

 


silent ways, 05.05.2020

 

*1.05. 2020

 

DIE KUNST IST NICHT ALLES. ABER ALLES IST NICHTS OHNE KUNST.
   
1.Mai, Endkundgebung Heldenplatz Wien

 

*29.04.2020
Dear all!

There was a statement the other day in the news paper, which I would like to share with you:

What art can do: reveal what lurks in the abyss. To show what makes people human. Bridging the gap between the strange and the familiar. Making it possible to experience what and how others feel. Communicate knowledge with feeling. Mercilessly shatter borders to use the vibration to broaden the horizon. Allow a smile in the heart of darkness, a smile against the danger. Weigh in your sleep and make you tremble and dance. Guides to silver lining the horizon. Bring lovers together and heal loved ones. Keeping the memory of the vanishing alive, reassembling the bursting inner life piece by piece. 
Especially in times of need, art is a support, a beacon in the restless night, a distraction from worry and a place to catch your breath.
This admonishing, healing, comforting and accompanying art lives and resonates through those who create it. 
And it is precisely the artists who are threatened at the very roots of their existence, when stages and museums are closed, when concerts are canceled, when the lectern remains unused. A country that celebrates itself as a cultural nation must find concrete answers to all of this. Words of thanks are definitely not enough. What art can do is varied. What art can do right now: go to the dogs. (Julya Rabinowich, April 26, 2020)
Let’s embrace and connect to our possibilities to create and explore; – especially in theses times!
Dance on and keep shining —
Love, 
Sabina

 

*20.04.2020

 

  
  


count my rings to count my years

open up spaces & let memories breath
leaves are living a different time
vertical stretches bound to children games
reach through the air
there is some light around your heart

(while spine tender trees)

 

*18.04.2020

 

   

green weather report
some music memories
always ready for some jokes
young feathers underneath
weaving grass and winds
(while spine tender trees)

 

*14.05.2020

while spine tender trees (sh), poetic of scores 2020

Happy to teach „poetic of scores“ @ sead to a bunch of wonderful students.

 

*12.04.2020

 

Nichts anderes

Nichts anderes als die
Körperbewegungen
aus dem Innersten
auf dem Weg.

Pulsierend für die Gemeinschaft
führt sich die Sprache selbst
hinzu zur
neuen Zeit.

Auf diese Weise
leise schöpfen
den Kriechtieren zuhören,
mit ihnen reisen.

Vielfältige Formen entfalten
Sonne und Winde zeigen 
unsere
unheilbaren Sprachfehler. (sh)

 


Was ist ein poetisches Leben? (Textvorbereitung)

 


Samuel Beckett

*07.04.2020

 

Die Zukunft wird kommunistisch sein. Schon alleine aus der Not, aus den kommenden allgemeinen Knappheit heraus werden wir zu vielfältigen Formen einen Tauschs ohne Geld kommen müssen: Zeitbanken, Naturalientausch, gegenseitige Hilfe, Kommunen, Genossenschaften, Freundschafts- und Nachbarschaftsnetzwerke aller Art. Alterwohngemeinschaften, gegenseitige Kinder- und Altenbetreuung; ausgefeiltes Leih- und Tauschwesen für Möbel, Bücher und Werkzeuge, nicht mehr nur für Bücher, Musik und Filme. Viel mehr werden wir miteinander teilen müssen, die Freunde, die Kinder, die Verwandten; die Wohnungen und Automobile, die Transportausweise und die Telefon- Internet- und Fernsehanschlüsse. Die bürgerliche Kleinfamilie mit all ihrem „Eigentum“, ihren Wohnformen und ihrer gewohnten Arbeitsteilung – das wird sich alles als eher unpraktisch erweisen im Kontext kommender Knappheit von Renten, Wohnraum und staatlicher Infrastrukturen aller Art.

Andere Besitzverhältnisse und Gebrauchsweisen der Dinge, andere Raum- und Zeitordnungen werden wir zu vertiefen, zu erfinden und einzuüben haben. Sind wir jetzt schon reif dafür? Es bleibt uns vermutlich nichts anderes übrig, als all dies zu lernen. Das bürgerliche Individuum, auf dessen Kritik, Zersetzung und Überwindung in der Kultur des 20.Jahrhunderts so viel Mühe verwendet wurde — es wird sich im Rahmen sozialer Alltagspraktiken selbst um formen. Denn die sozialen Bindungen und Freundschaften werden in Zukunft ungleich wichtiger werden. (Michael Hirsch, Richtig / Falsch, Textem Verlag Hamburg 2019, S. 152)

 

*31.03.2020
ein tier mit langen teilen
die deuten
um etwas herum

diese korbkugel dort

 

das dunkelhelle 
die offene mitte

dort wollen sie hindurch

 

hinzu zu etwas mitte
zu einem sanften gleiten

entstanden hier

 

in einer 
eigenartigen 

coronischen unwirklichkeit

 

will es nicht 
gefangen sein

in eigen artiger abstraktion

 

verkleinerung der welt
fließe 

fließe weiter

 

bleibe nicht dort bei 
gezeter und gezerre

sondern wo die luft anders ist

 

der raum 
etwas fliegen

es soll langsamer werden

 

warum auch nicht
sich der mitte hingeben und
anderes sprechen lassen
das tier
Ich wollte und dachte Besuch des Hasen, aber es ist ein etwas irritierter Geselle
geworden, der mich da plötzlich anblickt, aus mir rausblickt. (31.03.2020 SH)

 

 

*29.03.2020

Traum vom Fell an meiner Schulter

 

 

*25.03.2020

https://www.e-flux.com/video/324452/serpentine-galleries-and-e-flux-present-formafantasma-nbsp-quercus-2020/

 

 

*23.03.2020

 

 

*22.03.2020

Lesen, eine Situation, ein Material sinnvoll=sinnlich zu erfassen.

 

*21.03.2020

“To learn which questions are unanswerable, and not to answer them: this skill is most needful in times of stress and darkness.”

“The only thing that makes life possible is permanent, intolerable uncertainty: not knowing what comes next.”
― Ursula K. Le Guin, The Left Hand of Darkness

 

 

*18.03.202

(drawing blindly)

… Das Becken (Pelvis) ist eine Schale, die aus Kreisen, Löchern und Bögen besteht. Es beihnhaltet die Verdauungs- und Fortpflanzungsorgane, enthält den Geburtskanal und bildet den Durchgang für den Abtransport von Verdauungsrückständen. Außerdem schafft es Wege für Nerven und Blutgefäße, die zu unteren Extremitäten führen, und liefert die Anheftungsflächen für die vielen Muskeln, die das axiale und appendikuläre Skelett verbinden. Die Schale des Beckens schwingt frei um die beiden Köpfe der Oberschenkelknochen (Femora) und verbindet sich hinten mit dem Kreuzbein und der Wirbelsäule… Die vielen Löcher im Becken schaffen Leichtgkeit, und die Kurven und beweglichen Gelenke leiten den Druck durch die gesamte Struktur weiter um Stöße zu neutralisieren. Die Beweglichkeit der Struktur schafft ihr Stabilität. …(Andrea Olsen in Zusammenarbeit mit Caryn McHose, Körpergeschichten)

 

*16.03.2020

… Covid-19 löst ganz andere Reaktionen aus: In schier unmöglich gedachter Geschwindigkeit werden Reiseverbote erlassen, Grenzen, Universitäten, Schulen geschlossen, das öffentliche Leben beschnitten und die internationalen Produktionsketten unterbrochen. Flüge werden gestrichen, Fabriken heruntergefahren: Der globale CO2-Ausstoß ging in den letzten Wochen stark zurück – und das auch aufgrund einer Panik, die eigentlich nicht auf dem ökologischen Problem fußt. Abseits von virologischen Kalkülen, gesundheitspolitischen Rationalitäten und Clickbait-Panik sollte auch die Frage gestellt werden, inwieweit sich hier nicht auch gerade ein Bedürfnis nach Panik in unseren ökologisch katastrophalen Lebensweisen äußert.

Gleich vorweg: Die Bedrohung des neuartigen Covid-19-Virus ist real, dies kann niemand abstreiten. Mit einer Inkubationszeit von zwei Wochen bei gleichzeitig hoher Infektionsrate ist der neuartige Coronavirenstamm ein virologischer Albtraum, dessen Ausbreitung kaum zu stoppen ist. Aktuelle Schätzungen besagen, dass vielleicht bis zu 40 bis 70 Prozent der Weltbevölkerung von dieser „globalen Pandemie“ (so nun die offizielle Einstufung der WHO) letzten Endes infiziert sein werden.

Dennoch ist Panik, wie sie sich in Hamsterkäufen, Liveticker-Updates zur Zahl der Infizierten und übereilten wie teils auch ineffektiven Quarantäneerlassen äußert, fehl am Platz. In der panischen Affektlage des momentanen Diskurses heizen die Katastrophenszenarien die gesellschaftliche Stimmung in einer Weise auf, dass fast alle Maßnahmen unkritisch akzeptiert (und teils sogar eingefordert) werden.

Doch hört man auf nüchtern gebliebene Stimmen wie etwa jene des Infektiologen Pietro Vernazza, ist die Mortalitätsrate, bei Berücksichtigung der hohen Dunkelziffer der Infizierten ohne Ausbruch von Symptomen, wahrscheinlich weit unter den derzeit veranschlagten ein Prozent. Erinnern wir uns: Vor gut einer Woche war noch die Rede von zwei Prozent.

Die Bevölkerung wird sich höchstwahrscheinlich langsam immunisieren und auch Impfstoffe werden vermutlich schon in diesem Monat an Proband_Innen getestet. Es wird zu einer tragischen Anzahl an Toten kommen, aber ob diese die Zahl von Opfern häuslicher Gewalt, ökologischer Schäden, Verkehrsunfällen oder schlichtweg anderer Viren weltweit in selber Zeit übersteigt, bleibt mehr als fraglich.

Es gibt sogar bereits – zugegebenermaßen etwas an den Haaren herbeigezogene – Gegenrechnungen, die besagen, dass aufgrund des Coronavirus und der ökologisch positiven Auswirkungen der Beschränkungsmaßnahmen weniger Leute sterben werden, als wenn es den Virus nicht gegeben hätte.

Wie kann es also zu dieser vielfach panischen Reaktion angesichts des Coronavirus kommen? Die Philosophin Isabelle Stengers bezeichnet die emotionale Grundhaltung unserer sich der ökologischen Katastrophe bewusst werdenden Gesellschaften als „kalte Panik“. Wir – die in Flugzeugen fliegen, reichen Konsumgesellschaften angehören und von globalen ökonomischen Ungleichheiten profitieren – wissen um unsere Komplizenschaft an der schleichenden Öko-Katastrophe, die uns nicht nur überrollen wird, sondern mit der wir alle mitrollen. Es ist die Normalität des zu großen ökologischen Fußabdrucks, die die Katastrophe ist. Doch vor dem, was normal ist, kann man schwerlich in Panik geraten. …. (Kilian Jörg) Hier der ganze Text zu dem Umgang mit dem Corona Virus.)

 

*10.03.2020

Ausschnitt von dem Text von Elisabeth Schäfer für philosophers & artists against border violence, Heldenplatz, Vienna, 06.03.2020

….1992 sind in deutscher Sprache die beiden zwei Essays Jacques Derridas erschienen, die sich Europa, seiner Identität und Kultur widmen. „Das andere Kap“ und „Die vertagte Demokratie“. Derrida hält darin fest, dass ein unsorgfältiger Gebrauch der Worte „Kultur“ und „Identität“ den Eindruck erwecke, der Name „Europa“ bezeichne ein eindeutiges mit sich selbst identisches, geschlossenes Gebilde, dessen Beständigkeit vor allem durch Wertvorstellungen der Menschenrechte und des parlamentarischen Staatsgefüges gegeben sei. Mit Blick auf sich somit bereits vor über 20 Jahren anbahnende Verhältnisse in Europa schreibt Derrida: „Gerade im Namen der Identität (kulturell definiert oder nicht) wird hier nun die schlimmste Gewalt entfesselt, ereignen sich die schlimmsten Gewalttätigkeiten […], die Verbrechen der Ausländerfeindlichkeit, des Rassismus, des Antisemitismus, des religiösen oder nationalistischen Fanatismus.“ Im Rückblick auf seine Vergangenheit – so gewinnen wir den Eindruck aus Derridas Aufzeichnungen aus den frühen 90er Jahren – müsste sich also eine geradezu monströse Zukunft abzeichnen, wenn Europa sich selbst ähnlich bliebe; denn Derrida erinnert uns an jene furchterregende kulturelle Konfigurationsgeschichte, durch die Schlag auf Schlag durch Ausschlüsse, An- und Ausschließungen und serielle Ausrottung jenes „Gebilde“ Europa erst zustande gebracht wurde. Sich gerade nicht ähnlich zu bleiben, dazu fordert Derrida Europa auf – er fordert es auf, sich jenes in sich differenten Moments anzunehmen, das es schließlich ausmache.

 

*07.03.2020

dear friends & colleagues,

you will have seen the pictures of the border with greece in the past days and heard the words that european politics has found or not found.

a small group of philosophers and artists has decided to make a protest announcement on friday, 06.03.2020 between 15:30-17:00 on the heldenplatz at the memorial for the victims of the nazi-justice in front of the bundeskanzler-amt. short speeches will be presented – please feel free to participate in this – and signs with demands for respect for human rights, human dignity and hospitality will be shown.

many thanks for this initiative to eva-maria aigner and jonas oswald! please feel free to contact both of them for any further questions (see emails above!).

the action is registered, the police is informed about a participation of 20-30 people. we would like to invite you to be part of it. signs with demands against border violence or small speeches are very welcome!

the motivation for this event is based on the idea of setting a sign in public space – no matter how small it may be.

the action does not originate from any political party – we are a temporary association of „philosophers & artists against border violence“.

best wishes!

elisabeth

PS: At 17:30 on Friday, 06.03., Cross Border Solidarity organizes a demonstration „Transnationale Solidarität gegen Rassismus und Krieg“ / Location: Human Rights Square/Omofuma Monument (U2 Museumsquartier)

 

*02.03.2020


Habenaria Medusa

*18.02.2020


… Um eine Welt zu bilden, unterteilt der Tanz auch in sich Kontinente, die sich bewegen und ihre starken tektonischen Platten aneinander reiben. Die Entspannung Afikas antwortet in der Ferne der Festigkeit Asiens, Gestik, die den leeren Raum in Bewegung hält. Die Hand antwortet dem Fuß, der Nacken den Lenden, die Wimpern den Nieren, das Wasser dem Blick, der Schaum den Lippen, die Nasenlöcher, die einatmen, dem Rachen, der ausatmet, der Lack der abgezählten Nägel, dem Leder des Hohlkreuzes.

In jedem Tanz regt sich der Gliederbau dieser Erdteile und die Chorea einer lebendigen Geographie, wo die Erde sich erneut trennt und aufschwingt, genauso wie sie eines Tages Planet geworden ist, ein erratischer Block aus gebogenen und gefädelten Elementen, eine Ballung aus Schlamm und Lava, glühendes Magma, übereinander gleitende Plättchen, erhobene, sich in den Wind vertröpfelnde Wellen, Wasserfälle und Wirbelstürme, durchmischte Grundmassen und Nährlösungen, Bakterienballet.

(Jean-Luc Nancy, Ausdehnung der Seele, S. 38)

 

*17.02.2020
… Dennoch, immer und unter allen Räumen gibt es zuletzt, oder zuerst, gestampfte Erde: ein offener Platz, schon festgetreten, gepresst, eingeebnet, eine Fläche, wo man weder sät noch wohnt, sondern die nur ausgedehnt ist, gedehnt und aufgespannt wie eine Trommelhaut, wie das abgezogene Fell eines großen Tieres, dass man geschoren, geklopft, gegerbt, kräftig mit Schlägen bearbeitet hat, um es auseinander zu ziehen und geschmeidig zu machen, um es fügsam zu machen für den Rhythmus der Tänzer. Der Boden hat vom Tanz bereits die gespannte Elastizität: Es ist ein gespannter, rhythmisierter Boden, ein festgetretener und zertrampelter Boden, ein Boden der Passage und des Staubs, wie ein Straße, die auf sich selbst zurück führt, die Abfahrt in der Ankunft, wie ein Holzweg, der doch überall hinführt, ein Weg, der allein zu seiner Windung führt, ein Weltall, das sich allseits zu seiner eigenen Ausdehnung wendet.
Eine Art Kosmologie: Erde gestampft bis zum Boden, der sie zur Erde macht, erdig gemachte Erde, nicht gutsherrlich besessen, Territorium, nicht Landbesitz, ein ausgestrecktes, ausgestelltes, ausgeflossenes Territorium: ein erforschbarer und markierbarer, ein ununterteilbarer, zerschneidbarer, biegbarer und entspannbarer, aufblähbarer und zusammendrückbarer Raum. (Jean-Luc Nancy, Ausdehnung der Seele, S. 34)

 

*11.02.2020

 

How to become penfriend with my ecological footprint?

Wonderstudies with „Exposure to a community to come“. Many thanks to Alix Eynaudi, Jack Hauser, Sabina Holzer, Katrin Hornek, Elisabeth Schäfer, Sara Lanner, Brigitte Wilfing, Jeroen Peeters and Tanzquartier Wien.

 

*09.02.2020

 

Written during an “Exposure to a Community to Come”. Many thanks to Alix Eynaudi, Jack Hauser, Sabina Holzer, Katrin Hornek, Elisabeth Schäfer, Sara Lanner, Brigitte Wilfing, Jeroen Peeters and Tanzquartier Wien.

 


Written during an “Exposure to a Community to Come”. Many thanks to Alix Eynaudi, Jack Hauser, Sabina Holzer, Katrin Hornek, Elisabeth Schäfer, Sara Lanner, Brigitte Wilfing, Jeroen Peeters and Tanzquartier Wien.

 

*02.02.2020

From the
Little letter to support everyday poetry and dances 3
(Correspondens for the research lab at Tanzquartier Vienna: Exposer to a community to come
Further poetic cartographies and operations (regarding the mind-body and nature-culture continuum) II


From Natural, general and specific history of living acetabuiferous cephalopods, and fossils

 

…“But despite these terminologies, the really interesting and important point is, that art is recognized as a cultural practice in which the space between artistic action/ event and reception is a social space. This leads to a different way of thinking about spectatorship, reception, and public participation. Instead of being fixated on the work of art and its interpretation, one could look at the social situation in which art takes place. This would shift the order between subject/object, concept/matter and social/cultural conventions. A work of art does not just present a situation with images and words; it also establishes it. Instead of commenting on society with visual and verbal metaphors, it creates and performs the social relationship. “We all know the signification of a door. You enter or exit a space through it. But if one asks about the performativity of this door, one alludes to the situation established by this door: the door can connect, separate, or exclude.” (Perform (Art Works). Edited by Hoffman, J. and Jonas, J. London)

 

*26.01.2020

From the
Little letter to support everyday poetry and dances 2
(Correspondens for the research lab at Tanzquartier Vienna: Exposer to a community to come
Further poetic cartographies and operations (regarding the mind-body and nature-culture continuum) II

I found the magazine SCENARIO from Copenhagen Institute for Futers Studies with an article about Sisters Hope, which I found interesting, Sisters Hope is a Copenhagen-based performance-group and movement with an associated international troupe of performers from various backgrounds. Here is some more information about her project:
Sensuous City: 
https://www.idoart.dk/blog/enter-the-sensuous-city

 

Sensuous City by Sisters Hope. Photo: I diana lindhardt.

 

*21.01.2020

Little letter to support everyday poetry and dances 1
(
Correspondens for the research lab at Tanzquartier Vienna: Exposer to a community to come
Further poetic cartographies and operations (regarding the mind-body and nature-culture continuum) II


Johanna Kandl

I was happy Jack brought me to the exhibition of Johanna Kandl in the Belvedere in Vienna last weekend. 

She is tracing the materials she is working with to the socio-economic environment and people from where the materials come from. 

It was a good balance between art objects and information. I left the museum inspired, amazed with my senses more open.

 

She says: 
I noticed that the knowledge about materials is not enough. The knowledge of art history is detached from the history of the material.
Some works of art can only look like this because some materials have been discovered beforehand. The history of materials in art is a great history of economics, discoveries, conquests. A story in which an unbelievable number of fields of knowledge mix. I think that’s the attraction of the matter. You can do something that is one of the most beautiful in the world, namely meeting interesting people, questioning them and learning something.
When researching materials, you quickly come to socio-political questions. For example, the research on binders very quickly led me to get in touch with people who are politically very committed, namely in the way that, for example, they counteract the desertification in Africa, or are very committed to the preservation of the forests in Sumatra. You can get into a very interesting political discussion very quickly if you look at this topic. A very special impression was a mine in Slovakia, the red earth in Iran ect.
(in German))

This is how the exhibition was promoted: 

Where does madder grow? What is its connection with painting? Questions such as these are part of Johanna and Helmut Kandl’s repertoire as the Austrian artist couple explore the materiality of images: Alongside the subject of pictorial representation, painting and coloring agents of a work of art tell their own story of extraction, origin, and social embedding. Most organic painting materials are derived from plants. 

The first element of Johanna Kandl’s exhibition project, Material. What We Paint with and Why, is the garden in front of the Orangery of the Lower Belvedere. In collaboration with the Austrian Federal Gardens, she cultivated plants that are, in one way or another, used to produce painting materials, such as flax, pine, madder, mastic, and cactus – the latter being the preferred host of the cochineal, a scale insect, from which a dark red is obtained that was for a long time responsible for the red color in Campari and lipstick. Plants that produce these substances have also shaped the lives of the people whose livelihood depend on them as well as the shape of the surrounding landscape – madder in southern France in the nineteenth century, indigo in India, and pine in the southern part of Lower Austria, for example. To this day, some place names and colloquial expressions remain a testament to this close relationship such as the birthplace of Maria Lassnig, “Kappl am Krappfeld” (referring to the German name for madder), and expressions like “blau machen” (literally to “make blue”, meaning to “play hooky”) or “grün und blau schlagen” (the English equivalent to “beat black-and-blue”) that had their origins in the production of indigo. 
The garden was created in collaboration with the garden architect Jutta Fischel and the Austrian Federal Gardens.

 

 

*21.12.2019

 

 
Michelle Stuart

Michelle Stuart is an American artist. She studied in Mexico, France, and in New York at The New School for Social Research. Since the 1960s, Stuart has created a multifaceted body of work including large-scale earth works, complex multi-media installations, earth drawings, encaustic paintings, sculptural objects, drawings and prints. The photographic image has been an ancillary part of her work in the past; it is currently the primary medium. Stuart has also written and published artist’s books.

Her work references a range of influences, from history, astronomy, botany and her extensive travels to ancient archaeological sites.

Stuart pioneered the utilization of organic mediums such as earth, wax, seeds, and plants to the vertical surface experience. These works that go beyond the bounds of traditional artistic resources articulate the complex processes through a language of exploration of both the physicality of materials and cultural and scientific issues not generally thought of in the vocabulary of art. The changes that take place in organic matter, the extinction series and the series on genetic variation, explore scientific issues that provide a new art vocabulary.

 

 

*20.12.2019


Being Ecological | Timothy Morton | RSA Replay

 

*16.12.2019

Grateful for these traces of Agnes Schneidewind
from the movement-exploration after the Yoga Session@Im_flieger!

so eine
empflindliche zwei-
seitigkeit
so eine

stirn mehr raum
dachte ich: dunkel wie knäuel
und-
druck auf brust

immer wieder
beim rippen ansatz
immer wieder
beim rippen ansatz
immer wieder
beim rippen ansatz

ende becken
weich und offen
und dann hat es sich
doch anders ergeben

eingestellt:
schulter.
haltung:
um den kopf einzuziehen

ich
mein
mein
schildkrötenwesen

spricht zu mir
„es steht dir frei
wann und ob du den kopf
oder nicht“

von oberarm und rippen, kugelgelenk
von oberarm, oberarm als ob schon schulter
schulter phänomen
schulter blatt

o schulter! hier
an der lungenspitze,
ein raum
wie ein versprechen


Agnes Schneidewind

 

*12.12.2019

Thank you for your friendly witnessing my dances
while creating these poems,
Eliana Otta

[1]
The tips of the fingers follow intuitions
An exhalation announces the preparation
Parts of the body are ready to defend itself
Other parts want to start the dance
An offering of self-protection and celebration.
She is a flower vase, a stone on a shore
A palm tree on a calm day.
The cleansing has complex moments,
While expelling the tired particles
New ones regenerate in forms of petals,
Of expanding branches.
There is decision
but there is also a surrendered gesture
a soft resignation to be…

[2]
A shoulder takes the initiative

Both arms soon follow.
They set free a hidden ritual
Reptilian curves, kind repetition
And what we thought could be a snake
Was eventually
a skinny legged and gracile bird.
In the presence of other beings
She stands still
Studying her territory
Not possessive, but cautious.
The corners of her extremities
Pose certain questions
Offered as possibilities.
When following a new path
A moment of pause is created,
An embodied r